WLAN mit Licht gemalt

Die drei norwegischen Designer Timo ArnallJørn Knutsen und Einar Sneve Martinussen machten sich auf, um WLAN-Netzwerke im urbanen Raum und deren Wechselwirkung näher zu untersuchen:

Die Stadt ist mit einer unsichtbaren Landschaft von Netzwerken gefüllt, die immer mehr zu einem verflochtenen Teil des täglichen Lebens wird. WLAN und immer ausgefeiltere Mobiltelefone beginnen Einfluss darauf zu nehmen, wie eine urbane Umgebung erlebt und verstanden wird. Wir möchten das immaterielle Terrain von WLAN erforschen und aufdecken, wie dieses aussieht und mit der Stadt zusammenhängt. [Quelle]

Dazu konstruierten sie ein vier Meter hohes Messgerät, das anhand von 80 Lichtpunkten die Signalstärke der empfangenen drahtlosen Netze darstellt. Durch die Verbindung dieser Anzeige mit der Technik der Lichtmalerei konnten Sie auf beeindruckende Art und Weise die städtische WLAN-Landschaft visualisieren.

Immaterials: Light painting WiFi from Timo on Vimeo.

20 December, 16.43
WLAN im urbanen Raum eindrucksvoll veranschaulicht.

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Dieses Netz aus dem Gebäude ergießt sich regelrecht auf die Straße.

16 December, 20.10
Eine Mauer erzeugt ein Funkloch bei einem WLAN, das von der anderen Seite herüber strahlt.

Weitere Informationen und Bilder gibt es auf YOUrban.no, Nearfield.org und Flickr.

Alles für den Gast 2010

Alles für den Gast

Auch dieses Jahr sind wir wieder auf der „Alles für den Gast” Messe in Salzburg zugegen! Vom 6. bis 10. November, an der gewohnten Position wie die Jahre zuvor: Halle 7, Stand 601. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Plan Messe Salzburg

Freewave jetzt noch komfortabler für Smartphones

Speziell bei Smartphones, die bei Inaktivität die WLAN Verbindung unterbrechen, war manchmal bereits nach einer Nutzungspause von wenigen Minuten ein erneuetes Klicken auf „Verbinden” auf der Willkommensseite erforderlich. Mit dem neuesten Upgrade des Freewave Systems fällt dies innerhalb der Nutzungsdauer, die beim jeweiligen Hotspot möglich ist (meistens zwei Stunden), weg.

Wir freuen uns über Rückmeldungen direkt von Freewave Standorten!

Förderaktion – alle Details

WKO Förderaktion

Hier finden Sie alle Details zur Förderaktion des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Freewave betreffen.

Antragstellung

Interessierte Hotel- und Freizeitbetriebe melden ihr Interesse informell beim Fachverband Hotellerie per Mail unter sternehotline@wko.at. Nach Prüfung der Förderungswürdigkeit wird der Antrag entsprechend weitergeleitet.

Förderungssummen

Gefördert wird die Errichtung (= Startpaket) von Freewave WLAN Hotspots. Im Förderpaket sind eine kostenlose Standortanalyse und eine Förderleistung  von 25 Prozent der Startpaketkosten enthalten, wobei die Startpaketkosten mindestens 2.000 Euro betragen müssen und die maximale Höhe der Förderung 2.500 Euro beträgt.

Laufzeit der Aktion

Die Initiative endet am 15. November 2010 bzw. nach den ersten 40 genehmigten Anträgen, die Freewave bestellt haben – das entspricht einer Fördersumme von max. 100.000 Euro.

Ablauf

Erhält Freewave einen genehmigten Antrag, werden Sie zwecks Terminvereinbarung kontaktiert. Beim Treffen an Ihrem Standort wird eine Analyse (Begehung) Ihres Standortes durchgeführt. Auf Grund dieser Analyse werden weitere Maßnahmen wie Messungen, Verkabelung, etc. besprochen. Schließlich erhalten Sie ein konkretes Angebot (Vereinbarung), auf dessen Basis Sie Freewave bestellen können. Bei der Verrechnung wird die Fördersumme entsprechend abgezogen.

Allgemeines

Die Förderung kann ausschließlich für Projekte, die im Rahmen dieser Aktion zustande kommen, angewendet werden.

Weiterführende Links

INDECT: EU forscht im Geheimen am Überwachungsstaat

In Zusammenarbeit mit der deutschen Piratenpartei wurde heute von der futurezone ein enthüllender Artikel über das EU-Projekt INDECT veröffentlicht. Er basiert auf internen Fortschritts- und Planungsdokumenten, die den Piraten zugespielt wurden. Diese werden der Öffentlichkeit bewusst vorenthalten: Aufgrund vielfältiger Kritik beschlossen die Projekt-Verantwortlichen kürzlich sogar eine neue Geheimhaltungsstufe. Welche Daten an die Öffentlichkeit gelangen, beschließt ab jetzt ein INDECT-„Ethikrat”.

Die Dokumente verraten, dass die EU eine Vielzahl von Technologien erforschen und einsetzen will, um ihre Bürger lückenlos überwachen zu können.

Aufbau automatisierter Überwachungsstruktur

Das Projekt sieht vor, den Einsatz von Überwachungskameras auszubauen und ihre Daten automatisiert auszuwerten. Für die Luftüberwachung sollen sogar Drohnen eingesetzt werden. Außerdem ist geplant, Datenspuren der Bürger im Internet – insbesondere in sozialen Netzwerken, Foren und Blogs – zu analysieren, speichern, vernetzen und nutzen, um potentielle Gefährder zu erkennen.

Überwachungskameras nutzen präventiv die biometrischen Daten aus Pässen, um Personen zu identifizieren. Wie die veröffentlichten Dokumente verraten, sollen durch mangelhaft konzipierte Umfragen unter Polizisten stereotype Gefährder-Profile geschaffen werden: Wie sehen Taschendiebe, Hooligans oder Terroristen aus? Woran erkennt man Vandalismus, Überfälle oder Personen, die Hilfe benötigen? Das Projekt weiß eine Antwort darauf: Generell ist jeder verdächtig, der auf der Straße läuft, rennt oder zu schnell fährt. Wer im öffentlichen Nahverkehr auf dem Fußboden sitzt, zu lange mitfährt oder sein Gepäck vergisst, muss ebenfalls mit Maßnahmen der Sicherheitskräfte rechnen. Genauso verdächtig sind „herumlungern”, sich mit zu vielen Personen treffen und fluchen.

Anhand der gewonnenen Profile sollen die automatisierten Programme lernen, Gefährder selbständig zu erkennen. Angesichts der mangelhaften Ausgangsdaten werden somit falschen Anschuldigungen Tür und Tor geöffnet.

Menschenrechte als Hindernis

Dass diesen Plänen schwerwiegende Bürgerrechts- und Datenschutzbedenken entgegenstehen, ist im Projekt zwar bekannt, wird aber eher als zu überwindendes Hindernis denn als ernstzunehmende Warnung gesehen. So heißt es im „Arbeitspaket 9”:

„Die Methoden, die die Polizei einsetzt, hinken denen der Kriminellen hinterher. Das liegt an zwei wichtigen Faktoren:

  1. Der Höhe der finanziellen Mittel und deren schnelle und präzise (weil im Gegensatz zu staatlichen Behörden unbürokratische) Verteilung.
  2. Die Polizei muss die Gesetze und Menschenrechte respektieren.”

Auch andere, sehr schwammig formulierte Absätze zeigen, dass Bürgerrechte und Privatsphäre im Hinblick auf die detailliert beschriebenen Überwachungsziele und -maßnahmen eher als Nebensächlichkeit betrachtet werden. Während Überwachungsmaßnahmen über viele Seiten ausführlich beschrieben werden, werden Datenschutzprobleme nur am Rande thematisiert und rasch vom Tisch gewischt.

Mehr Datenschutz durch INDECT?

Stellenweise sehen die Macher von INDECT ihre Bestrebungen jedoch als Verbesserung des Datenschutzes an. Schließlich, so die Erklärung, würden Personen nicht mehr von anderen Menschen überwacht, sondern vorerst vermeintlich anonym von einer Software. Diese Software entscheide dann gemäß der eingestellten bzw. erlernten Kriterien zu verdächtigem Verhalten, in wessen Privatsphäre später noch tiefer eingegriffen werden soll.
Diese Argumentation führt nicht nur die Unschuldsvermutung ad absurdum, sondern offenbart auch die perverse Logik hinter INDECT: Ein automatisierter, maschineller Eingriff in die Privatsphäre soll nicht schlimm sein.

Die Piratenpartei ist erfreut darüber, die beiden Berichte allen interessierten Bürgern zur Verfügung stellen zu können und fordert die EU und die beteiligten Organisationen auf, alle Dokumente des Projekts zu veröffentlichen.

Wer nicht die Zeit hat, das gesamte Dokument zu lesen, findet nachfolgend eine stichpunktartige Zusammenfassung.

Quellen:

Dokumente – http://files.piratenpartei.de/indect
Artikel – http://futurezone.orf.at/stories/1660457

Links:

  1. Wikipedia Artikel
  2. INDECT Zielsetzung
  3. Vertretung der Studierendenschaft der Uni Wuppertal fordert sofortigen Stopp der Beteiligung an INDECT
  4. Ethical issues related to the INDECT project
  5. Projektsteckbrief Drittmittelprojekt Uni Wuppertal
  6. Protokoll eines Gesprächs mit den Professoren Dziech und Tibken an Uni Wuppertal

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