Alles für den Gast 2009

Alles für den Gast

Die „Alles für den Gast” Messe in Salzburg ist schon zur liebgewonnenen Tradition geworden und somit ist Freewave vom 7. bis 11. November wieder an der selben Position wie schon die Jahre zuvor zu finden: Halle 7, Stand 601. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Plan Messe Salzburg

Onlineanalyse des Digiday Vienna 09

Twitter ist unter anderem ein ideales Werkzeug, um Veranstaltungen live mitzuverfolgen, ohne persönlich anwesend zu sein (im Übrigen auch, um sich über neue Hotspots mit gratis WLAN zu informieren ;-)).

Vergangenen Samstag fand in Wien der erste Digiday statt, von dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr fleissig getwittert haben, resultierend in über 1.000 (!) Tweets bis zum offiziellen Veranstaltungsende. Von den 200 anwesenden Personen hat dafür ungefähr die Hälfte Freewave genutzt.

Dies haben wir zum Anlass genommen und die Informationen aus unserem System mit dem Zeitplan der Veranstaltung und den öffentlichen Tweets mit dem offiziellen Hashtag (Was ist das?) #ddv09 in Verbindung gebracht. Folgende interessante Grafik ist das Ergebnis, für eine größere Ansicht einfach draufklicken:

Digiday09 Online Analyse

Was lässt sich nun daraus lesen?

  • Kostenloses WLAN bei Veranstaltungen wird gut und gerne angenommen und ist nicht nur ein Bonus für die Teilnehmenden, sondern auch für die OrganisatorInnen, da mit dessen Hilfe Informationen über das Event in die Online-Welt hinausgetragen werden – sozusagen ein integrierter Werbeeffekt.
  • Aus der großen Übereinstimmung zwischen Freewave- und Twitter-Nutzung kann man schließen, dass Twitter bei fast jeder Freewave-Verbindung verwendet wurde.
  • Die höchste Nutzung beider Services fand bei den Vorträgen zu Facebook und Twitter statt.
  • Ein Mittagessen ist wichtiger als Twitter. 😉 Andere Online-Kanäle wurden aber offensichtlich genutzt.
  • Die Twitter Themen, die wir mit einem sehr primitiven Wortzähler gefiltert haben, zeigen sehr schön, dass hauptsächlich Informationen für den aktuellen Vortrag ausgetauscht wurden, was die eingangs erwähnte These bestätigt. Mit etwas raffinierteren Analyse-Tools könnten man sicher noch Stimmungen und Meinungen zu den einzelnen Sessions herausfinden, was aber den Umfang dieses Beitrags sprengen würde.

DIGIDAY09 VIENNA am 17.10.2009

DIGIDAY 09 Logo

Morgen findet in Wien der DIGIDAY 09 statt, eine Veranstaltung, die Begriffe wie zum Beispiel „Web 2.0”, „Social Media” und „Online Kollaboration” einem Publikum näherbringen möchte, das damit noch nicht so sehr in Berührung gekommen ist.

Angesprochen sind alle interessierten Berufstätigen, die mit neuen Medien mehr erreichen wollen. Vom Angestellten bis zur Unternehmerin, KMU oder Konzern, willkommen sind jene, die mit neuen Medien mehr erreichen wollen. Anerkannte Social Media ExpertInnen und VertreterInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft zeigen den Besuchern wie’s geht.

Das Programm ist sehr vielfältig und verspricht einen guten Überblick über aktuelle Plattformen, Werkzeuge und Anwendungen. Und natürlich gibt es kostenloses WLAN vor Ort. Gleich anmelden!

DIGIDAY Flyer

Justizministerin Bandion-Ortner erwägt Internetzensur

Nachdem in Deutschland der erst Schritt in Richtung Netzzensur gesetzt wurde, scheint sich dieser Wahnsinn auch hierzulande auszubreiten. Konkret meinte Justizministerin Bandion-Ortner in einem Interview auf die Frage, ob Internetsperren ein konkretes Mittel zur Kinderpornographiebekämpfung wären: „Wieso eigentlich nicht?”. Sie meinte auch, das Problem sei an der Wurzel zu packen, erläuterte aber nicht, wie mit Internetsperren die Produzenten derartiger abscheulicher Videos ermittelt würden.

Sollte sich der glückliche Fall ergeben, dass unsere Ministerin dieses Blog liest, dann bitte ich sie auch diesen Heise Artikel zu lesen und beim Arbeitskreis-Zensur vorbeizuschauen. Dort ist logisch schlüssig nachvollzogen, warum Zensur der falsche Weg ist.

Frau Minister Bandion-Ortner: Lassen Sie die Büchse der Pandora geschlossen. Damit auch uns nachfolgende Generationen erleben können, was Bürgerrechte sowie Rede- und Pressefreiheit bedeuten.

Fekter: Der nächste Schritt in Richtung Überwachungsstaat

Wie ORF Vorarlberg berichtet, will Innenministerin Fekter „den Datenschutz relativieren”, um „Personen per Handypeilung zu orten”. Selbstverständlich nur deswegen, um Verschüttete in den Bergen rasch retten zu können. Höchst berechtigte Bedenken, dass es in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht, werden mit „Wer die Kriminellen schützt, macht die falsche Arbeit” weggewischt. Schwarz-Weiß Malerei, wie sie im Buche steht.

Worum geht es denn nun wirklich?

Offenbar darum, den lästigen Zwischenschritt Netzbetreiber zu eliminieren. Ob Fekter direkten Zugang zum Netzbetreiberequipment meint, geht aus dem Artikel nicht hervor, vermutlich strebt sie genau das an. Denn mit den vor längerer Zeit um ein Vermögen angeschafften IMSI Catchern ist eine genaue Ortung nicht möglich, auch wenn das Innenministerium das Gegenteil behauptete und genau das selbe Argument (Aufspüren von Verschütteten) als Grund für die Anschaffung dieser Geräte angegeben hatte.

Die handstreichartige Vorgangsweise zur Beschlussfassung des SPGs Ende 2007 legte offen, wohin der Zug fährt. Niemand soll wissen oder nachvollziehen können, was die Behörden tun. Kontrollinstanzen werden ausgeschaltet, die Machtbalance im Staat kippt. Fundamentalisten, die die westliche Welt hassen, lachen sich ins Fäustchen. Denn nicht sie sind es, die unsere Demokratien letztendlich zerstören. Sondern Politiker wie Fekter.

Dazu ein Buchtipp: Angriff auf die Freiheit: Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte von Ilija Trojanow und Juli Zeh.